Warum du fremde Kontaktanfragen auf Xing & LinkedIn auf jeden Fall annehmen solltest

Es passiert des Öfteren, dass ich auf Xing und LinkedIn Anfragen von Leuten bekomme, die a) ich nicht kenne und b) auch niemand aus meinem Netzwerk kennt.

Viele würden sich an dieser Stelle fragen „Warum sollte ich diese Anfrage annehmen? Das ist doch bestimmt nur jemand, der einfach blind sein Netzwerk vergrößern möchte. So ein Schuft! Und Plattformen wie Xing und LinkedIn sind doch schließlich nur dazu da, sich mit Personen zu verbinden, die man auch im echten Leben kennt. Einfach so eine fremde Person anzunehmen – das ist doch gegen die Regeln… Oder?“

Diese Frage kann ich kurz und knapp mit „Nein“ beantworten. Warum? Erkläre ich dir!

Warum du unbekannte Anfragen trotzdem annehmen solltest:

1. Vielleicht ist er oder sie in Zukunft dein Kunde

Wenn jemand den ersten Schritt macht und dir eine Anfrage schickt, solltest du dir dafür nicht wenigstens anschauen, aus welchem Grund er oder sie sich mit dir vernetzen möchte? Womöglich ist es ein interessierter, potentieller Kunde, der eine Zusammenarbeit mit dir anstrebt. Oder er möchte dich gerne an jemanden weiterempfehlen. Glaub mir, das passiert öfter, als man vielleicht denkt.

2. Zugang zu deiner Zielgruppe

Jeder kennt jeden über 6 Ecken. Das hat sicher jeder von euch schon einmal gehört. Und es stimmt. Die neuste Erkenntnis dazu lieferte Microsoft Research. Sie analysierten 240 Millionen Instant-Messanger-Accounts und kamen zu dem Ergebnis, dass eine Kette von durchschnittlich 6,6 Personen zwei beliebige Personen miteinander verbindet. Auch LinkedIn arbeitet nach diesem Prinzip, zeigt dir allerdings nur Kontakte ersten, zweiten und dritten Grades an. Trotzdem: Je mehr Kontakte du vorweisen kannst, mit umso mehr Personen bist du auch zweiten und dritten Grades vernetzt. Das ermöglicht es dir, auch über dein Netzwerk hinaus zu wachsen und vergrößert den Zugang zu deiner Zielgruppe. Ich zum Beispiel habe aktuell 150 Kontakte ersten Grades. Hochgerechnet bedeutet das, dass ich auf 139.500 Kontakte 2. Grades zugreifen kann. Wie ich das berechnet habe? Der durchschnittliche LinkedIn-Nutzer hat 930 Kontakte. Meine 150 x 930 ergibt 139.500. Gar nicht mal so schlecht, oder?

3. Es erhöht deine Reichweite

Darüber hinaus wird dein Content viel häufiger gesehen und gelesen. Du erhältst mehr Likes, Shares und Kommentare. Und all das hilft dir dabei, dir selbst einen Namen zu machen und neue Möglichkeiten und Märkte zu erschließen.

4. Vielleicht beschert dir dieser Kontakt deinen nächsten Job

Je größer dein Business-Netzwerk ist, desto mehr Leute kommen mit deinem Profil in Berührung. Ist dieses immer auf dem neusten Stand, so kann es durchaus sein, dass der eine oder andere Recruiter auf dich aufmerksam wird und du so an Stellen kommst, von denen du sonst wahrscheinlich nie erfahren hättest. Und sind wir ehrlich, du wolltest doch sowieso seit längerem schon einen besseren Job, oder?

Solltest du also in Zukunft mal wieder eine unbekannte Anfrage auf Xing oder LinkedIn erhalten, scheue dich nicht davor sie ohne schlechtes Gewissen anzunehmen. Es ist nicht gegen die Regeln und kann sogar eine Menge Vorteile mit sich bringen.

PS: Bist du schon mit mir und meinen Kollegen von Evolution vernetzt? Falls nicht, schicke uns doch einfach eine Anfrage. Nur so als Training. 😉

 

Marie Herfurth

Marketing & Brand Managerin

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