Warum du auf Arbeit regelmäßig in Stress verfällst – und was du dagegen tun kannst

Überforderung, Termindruck, Kollegen krank, Überlastung und schlussendlich STRESS. Viele werden dies aus ihrem täglichen Arbeitsalltag kennen. Kein Wunder, dass Stress daher in zahlreichen Unternehmen oftmals der Grund für lange Fehlzeiten ist.

Stress entsteht, wenn man mit dem Druck, der auf einem lastet, nicht (mehr) richtig umgehen kann. Dabei ist Druck an sich gar nicht das Problem. Viele können unter Druck sogar besonders gut arbeiten. Vorausgesetzt sie besitzen die notwendige Unterstützung ihrer Führungskraft und sind fachlich ihrer Aufgabe gewachsen. Falls diese beiden Faktoren bei dir nicht erfüllt sind, kann es für dich ganz schnell stressig werden. Und auch die folgenden Aspekte haben einen Einfluss auf dein Stresslevel:

 

Zentrale Einflussfaktoren für das Entstehen von Stress am Arbeitsplatz:

• Arbeitsaufgabe (z.B. Zeit- und Termindruck, Entscheidungsanforderungen ohne ausreichende Informationsgrundlage)

• Umgebungsbedingungen (z.B. Lärm, mangelhafte ergonomische Verhältnisse, Gefahren)

• Die betriebliche Organisation (z.B. strukturelle Veränderungen, unklare      Kompetenzregelungen) und

• Soziale Verhältnisse (konflikthafte Arbeitsbeziehungen zu Vorgesetzen und Kollegen, schlechtes Betriebsklima)

(nach Stadler 2006)

 

Dein Arbeitgeber hat dir und allen anderen Mitarbeitern gegenüber eine Fürsorgepflicht. Darum sollte ihm eigentlich viel daran liegen, übermäßigen Stress zu vermeiden. Trotzdem gibt es viele Menschen, die tagtäglich das Gefühl haben, Ihre Arbeit nicht schaffen zu können. Dabei würden schon einzelne Maßnahmen, wie etwa flexiblere Arbeitszeiten, eine Optimierung der Kommunikationskanäle oder ein verbessertes betriebliches Gesundheitsmanagement helfen, den Stress zu reduzieren.

In Zusammenarbeit mit gesetzlichen Krankenkassen lassen sich zum Beispiel mit relativ geringen Kosten tolle Angebote zur Stressbewältigung organisieren. So gab es bei uns beispielsweise in den letzten Wochen und Monaten einen Stresstest und anschließend einen internen Entspannungskurs, der uns alle für das Thema sensibilisiert hat.

 

Was aber, wenn sich dein Arbeitgeber nicht dafür interessiert? In diesem Fall hast du mehrere Möglichkeiten:

1. Trommele eine Gruppe von Mitarbeitern zusammen, die sich für das Thema interessieren und gründe gemeinsam mit ihnen einen „Gesundheitskreis“. In diesem Rahmen könnt ihr euch regelmäßig zum Thema Stressreduzierung und Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz austauschen und ggf. auch gemeinsam dafür sorgen, dass das Ganze im Unternehmen zum Thema wird. Auch hier können euch die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel unterstützen. Fragt einfach mal nach.

 

2. Natürlich kannst du auch für dich selbst gewisse Maßnahmen zur Stressreduzierung anwenden: Nimm dir regelmäßige Auszeiten und lerne z.B. auch mal „Nein“ zu sagen.

 

3. Sollte all das nichts nützen und du stehst trotzdem unter Dauerstress, dann solltest du ggf. über einen Jobwechsel nachdenken. Denn über kurz oder lang wird dich der Dauerstress krank machen. Laut Experten dauert es im Durchschnitt zwischen 4 und 7 Jahren, bis daraus eine Krankheit wird.

 

Nimm den Dauerstress daher bitte nicht auf die leichte Schulter und such aktiv nach Möglichkeiten Stresssituationen zu vermeiden. Sollte das in deinem jetzigen Job nicht möglich sein, unterstützen wir dich gerne bei deiner Jobsuche im IT-Bereich.


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Maxie Duda

Senior Recruitment Consultant, Freelance

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